Umfrage von Bitkom und Deutschem Städte- und Gemeindebund

Corona-Pandemie als Digitalisierungstreiber in Kommunen

Corona als Digitalisierungstreiber
Abbildung: Bitkom Research

Die Corona-Pandemie hat in deutschen Städten und Gemeinden für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Befragung von Bürgermeistern und Digitalisierungsverantwortlichen in mehr als 600 Kommunen. Die vom Digitalverband Bitkom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund bei Bitkom Research beauftragte Umfrage zeigt: Neun von zehn Befragten sehen die Pandemie als Digitalisierungstreiber. Die Mehrheit hat aufgrund der Krise bereits neue Digitalisierungsprojekte verwirklicht und will das Digital-Budget für 2021 teilweise deutlich erhöhen. Aber gleichzeitig ist eine Digitalstrategie für jede fünfte Kommune kein Thema.

Der Umfrage zufolge gehen neun von zehn Kommunen (88 Prozent) davon aus, dass die derzeitige Pandemie die Digitalisierung in Städten und Gemeinden vorantreiben wird. Drei Viertel (77 Prozent) gaben an, dass digitale Technologien und Anwendungen stark dazu beitrügen, den Amtsbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Mehrheit will deshalb in Zukunft mehr Budget für die Digitalisierung bereitstellen. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) plant nach eigenen Angaben, für 2021 das Digitalisierungsbudget aufzustocken, während ein Drittel (34 Prozent) ein gleich bleibendes Budget erwartet. Nur ein Prozent der interviewten Kommunen will das Budget reduzieren.

Besonders Gesundheitsämter und Ordnungsbehörden unter Druck

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes erklärt in der Bitkom-Pressemitteilung: „Während der Corona-Pandemie waren und sind die Städte und Gemeinden extrem stark gefordert. Besonders die Gesundheitsämter und die Ordnungsbehörden stehen unter Druck. Aber die Kommunen haben bewiesen, dass sie handlungsfähig sind. Die kommunale Selbstverwaltung hat sich bewährt. Während der ersten Phase der Pandemie haben digitale Technologien maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kommunen ihren Betrieb aufrechterhalten konnten. Der Nutzen und die Vorteile von Digitalisierung sind in der Krise deutlich geworden. Nun muss es nach der Krise gelingen, die Digitalisierung in Deutschland weiter nach vorne zu bringen. Dafür brauchen wir auch die Unterstützung aus Bund und Ländern, um in die digitale Zukunft investieren zu können.“

Weder Spielerei noch Luxus, sondern Pflichtprogramm für den gesamten öffentlichen Sektor

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom meint: „Die Corona-Krise hat gezeigt, was plötzlich alles geht, wenn es nur muss. Was zuvor kaum möglich schien, wurde von heute auf morgen Wirklichkeit. Viele Städte und Gemeinden legten den Schalter auf Digitales Rathaus um. Das lief nicht immer reibungslos, aber die Erkenntnis war überall gleich: Die Digitalisierung ist weder Spielerei noch Luxus, sondern ein Pflichtprogramm für den gesamten öffentlichen Sektor. Während das öffentliche Leben in vielen Bereichen brachliegt, können Kommunen handlungsfähig bleiben – und das mit mehr Effizienz, Erfolg und zur größeren Zufriedenheit aller. Corona hat insofern auch die Versäumnisse der vergangenen Jahre offengelegt. Genau jetzt ist der Moment, den Schwung mitzunehmen, weiter Tempo zu machen und alle Städte und Gemeinden in die digitale Welt zu bringen.“

Digitalstrategie längst nicht für alle Kommunen ein Thema

96 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance, wobei jedoch die digitale Transformation gleichzeitig für 31 Prozent die derzeit größte Herausforderung neben der eigentlichen Corona-Pandemie ist. Nur die Finanzlage, soziale Themen wie Wohnen und Kinderbetreuung wurden noch häufiger genannt. Über die Hälfte (53 Prozent) hat aufgrund der Pandemie in Hard- oder Software investiert, ist gerade bei der Umsetzung oder hat dies zumindest vor. Die Digitalisierung von Prozessen wie zum Beispiel elektronische Aktenführung oder digitale Ratsarbeit steht bei 44 Prozent auf dem Plan. Digitale Dienste für Bürger und Unternehmen wie beispielsweise Online-Anträge haben 35 Prozent auf der Agenda. Jede fünfte Kommune (20 Prozent) hat allerdings keine Digitalstrategie und sieht darin auch keinen Sinn - vor allem Kommunen mit weniger als 5.000 Einwohnern.

Weitere Ergebnisse der Umfrage

  • 75 % sehen fehlende Finanzmittel als Hemmnis bei der digitalen Transformation
  • 58 % sagen, dass fehlendes Knowhow die Digitalisierung erschwert
  • 47 % der Kommunen geben an, dass nur wenige Mitarbeiter gut mit digitalen Werkzeugen wie zum Beispiel Videokonferenzen, Dokumentenmanagementsystemen o.ä. umgehen können
  • 4 % teilen sogar mit, dass dies nahezu kein Mitarbeiter kann
  • 85 % erhoffen sich von der Politik finanzielle Unterstützung für die Digitalisierung
  • 76 % wünschen sich einheitliche Vorgaben und Standards
  • 43 % erachten eine fachliche Beratung als wichtig
  • 30% wünschen sich gute Praxisbeispiele
  • 22% würden eine Vernetzung von Akteuren begrüßen

Darüber hinaus sieht die Mehrheit der befragten Kommunen laut Bitkom-Umfrage deutlichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung von Infrastrukturen, Prozessen, Transparenz oder Dienstleistungen wie zum Beispiel von:

  • Verwaltung 75 %
  • IT-Infrastruktur und Datensicherheit 74 %
  • Datenplattformen bzw. Datenmanagement 48 %

Quelle: Bitkom

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